Wurde schon bei einigen Veranstaltungen gefragt, wie man denn an eine Hintergrundebeleuchtung für den GM Commander ran kommt. Habe daher mal eine kleine Bauanleitung zusammengefasst:
Erste ein mal ein wichtiger Hinweis im Vorraus: Der Eingriff in die Elekronik des Gerätes kann zum Erlöschen der Herstellergarantie führen. Alle beschriebenen Schritte basieren auf mehreren selbst durchgeführten Umbauten. Ich übernehme keine Verantwortung für evtl. auftretende Folgeschäden.
Benötigtes Zubehör:
- Lötkolben + Lötzinn (ggf. Entlötlitze)
- Luminatfolie
- Spannungsinverter (explizit für verwendete Folie)
- Dünne Kabel (z.B. Servokabel)
- Schrumpfschlauch
- scharfe Schere
- Isolierband
- ggf. Doppelseitiges Klebeband und Werkzeug wie Zange etc.
Was ist Luminatfolie?
Luminatfolie (auch El- oder Leuchtfolie genannt) erzeugt bei Anlegen von Wechselspannung sichtbares Licht (= Lumineszenz).
Diese Folien können ohne Probleme mit einer scharfen Schere in ein beliebige Form geschnitten werden, ohne dabei ihre Eigenschaft zu verlieren. Schnittkanten sollten allerdings nicht berührt werden, da dort Starkstrom fließt. (ggf. isolieren)
Den benötigten Wechselstrom kann man mit einem einfachen Inverter aus einer Gleichstromquelle (Akku, Netzteil) erzeugen.
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1. Als erstes muss der Gehäusedeckel abgenommen werden, dazu die vier Schrauben herausdrehen und den Deckel vorsichtig anheben. Der Deckel ist zusätlich geklemmt. Darauf achten, die Leiterfolie von den Bedientasten nicht zu beschädigen und diese vorsichtig aus der Fassung ziehen.
2. Mithilfe des Lötkolbens und ggf. etwas Entlötlitze das Lot, das die Displayplatine auf den Streben festhält entfernen. Sind insg. 4 Lötpunkte. (Siehe Foto 01)
Vorsichtig die Display-Platine von den Steben abheben und den Stecker auf der unteren Platine lösen.
Foto 01:
3. Nun müssen die sechs Haltelaschen vom Displaygehäuse geradegebogen werden, sodass die durch den Schlitz passen. (Siehe Foto 02)
Foto 02:
Das Displaygehäuse vorsichtig anheben und das Display herausnehmen. Unbedingt auf die schwarz-grauen Stromleiter und auf die Einbaurichtung des Displays aufpassen, diese müssen genauso wieder eingebaut werden. (Sonst steht das Display kopfüber und kann nichts anzeigen).
Auf der Rückseite des Displays befindet sich eine silberne Klebefolie, diese vorsichtig abziehen. Nun brauchen wir die Luminatfolie. Diese mit einer scharfen Schere entsprechen den Abmessungen der Klebefolie zuschneiden. Dabei darauf achten, dass die Anschlusspole nicht beschädigt werden.
[ACHTUNG: Die Folie niemals im ausgeschnittenen Zustand an den Kanten anfassen und gleichzeitig Strom drauf geben. An den Kanten fließt Starkstrom!]
Die zugeschnitte Luminatfolie sollte auf jeden Fall von der Höhe her stimmen, die Breite ist nicht so wichtig, da kann sie ruhig etwas über das Display herausragen.
Nun die beiden Anschlusskabel auf die Pole löten und anschließend die Folie (mit der leuchtende Seite nach oben auf das Display kleben. Es reicht dazu der draufgebliebene Klebefilm von der silbernen Folie.
Die Anschlusspole der Folie sollten sicherheitshalber noch mit Isolierband geschützt werden. (siehe Foto 03)
Jetzt kann das Display wieder in den Rahmen und auf die Platine (oben und unten beachten, sonst steht das Display auf dem Kopf) gesetzt werden.
Die Haltelaschen anschließend wieder durch die Schlitze stecke und umbeigen, vorher ggf. alles nochmal auf richtige Positionierung prüfen.
Foto 03:
4. Jetzt kann mit dem Anlöten des Konverters begonnen werden. In meinem Fall gab es drei Anschlüsse: Masse (Minus), 12V-IN, Folie-OUT. Eines der Kabel der Folie musste daher zusammen mit dem Masse-Kabel an einen, das 12V-Pluskabel an einen anderen und andere Kabel von der Folie an den letzten Anschluss gelötet werden. Die einzelnen Lötstellen sollten noch mit passendem Schrumpfschlauch gesichert werden (siehe Foto 04).
Foto 04:
5. Das Display kann jetzt wieder angeschlossen und auf den Streben angelötet werden. Stecker nicht vergessen.
6. Jetzt muss noch das Massekabel vom Konverter mit der Masse im Ladegerät verbungen werden, am besten geht das direkt am Anschlusskabel (siehe Foto 05). Das Pluskabel vom Konverter muss auch noch mit einem 12V-Plus hinter der Sicherung und der Diode auf der Platine verbunden werden. Am besten geht das wie auf Foto 06 zu sehen ist.
Foto 05:
Foto 06:
7. Der Konverter sollte noch am Gehäuse mit Hilfe von doppelseitigem Klebeband (oder etwas ähnlichem, ich hatte gerade nur Duallock) befestigt werden, damit er nicht lose herumfallen kann. (siehe Foto 07)
Foto 07:
8. Bevor das Gehäuse wieder aufgestzt wird kann noch ein kurzer Funktionstest durchgeführt werden, bei dem überprüft werden kann, ob alles richtig zusammengesetz wurde. Sollte irgendetwas nicht klappen, am besten sofort ausstecken und auf Fehlersuche gehen, wenn alles nach Anleitung eingebaut wurde, sollte es aber keinerlei Probleme geben.
9. Zu guter letzt muss nurnoch das Gehäuse wieder aufgesteckt und verschraubt werden, das Einstecken der Leiterfolie für die Tasten nicht vergessen.
Und so sieht das ganze dann aus:
Viel Spaß beim Nachbauen.
Falls noch jemand (große) Detailfotos braucht, einfach fragen. Hab das Display jetzt auf die schnelle nicht nochmal aufgemacht, kann aber bei Bedarf gerne nochmal alles zerlegen und knipsen.
Diese Seite wurde veröffentlicht: 20.09.2006 14:37 zuletzt geändert: 14.02.2007 14:48 |
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